Wachstum lernen - lernend wachsen

Neue Perspektiven für klein- und mittelständische Unternehmen
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Drei Beispiele von Projektlernen aus der Entwicklungsphase des Projekts

Beispiel 1

Um die Geschäftsführung eines Unternehmens im Bereich Gebäudesanierung und -Trocknung zu entlasten, wurde ein Großteil der vorher zentral gebündelten Entscheidungsbefugnisse auf ein Projektteam übertragen. Innerhalb des Teams wurden die zentralen Prozesse neu gestaltet, die Rollenverteilung geregelt und Verantwortlichkeiten eindeutig delegiert. Das gemeinsame Verständnis über die Strategie des Fachbereichs ermöglichte eine Grundlage für den Weg zum Profitcenter. In dem begleitenden Lernprozess konnten dem Team     komplexe unternehmerische Zusammenhänge nähergebracht werden, weil unterschiedliche Handlungsdimensionen ein breites Spektrum von Lernen ermöglichen. Die Handlungsdimensionen sind:

  • Schaffung von Kosten- Zieltransparenz

  • Entwickeln von Zielen und Maßnahmen

  • Schaffung von Voraussetzungen für zukünftige Steuerung

Die Erfahrungen aus diesem Lernprojekt sollen auf andere Fachbereiche des Unternehmens übertragen werden.


Beispiel 2

Das Unternehmen produziert Schaumteile in Kleinserienfertigung mit hohem manuellem Aufwand auf Basis einer sensiblen Maschinentechnik. Der hohe manuelle Aufwand stellt hohe Anforderungen an die Fertigkeiten und Erfahrungen der Mitarbeiter. Ein wesentliches Hemmnis der Entwicklung dieses Unternehmens sind Verluste durch Ausschuss. Die Ausschussquote liegt zwischen 6% und 4 %. Die häufigsten Mängel sind Blasen und Farbfehler in den Formteilen, die in den einzelnen Arbeitsschritten „Sauberhaltung der Formen und Einleger“, „Ein-Trennen der Formen“, „Farbsprühen“ und schließlich „Einschießen der Komponenten“, „Aushärtezeit“, „Ausformen und Nachbehandlung“ entstehen können. Darüber hinaus entstehen Mängel, deren Ursachen in Fehlhandlungen bzw. durch nicht hinreichend ausgebildete Fertigkeiten der Mitarbeiter begründet sind. Ziel des Projektes war es, die Ausschussquoten durch Vertiefung der Kenntnisse und Fertigkeiten der Maschinenbediener zu senken. Durch selbstorganisierte Lernprozesse innerhalb der Teams haben die erfahrenen Mitarbeiter ihre Kompetenzen auf die anderen übertragen. Die wesentlichen Lerninhalte waren:

  • Ausprägung der Fertigkeiten
  • Übernahme von Verantwortung für die Produktqualität und
  • Nutzung der Eigeninitative für Verbesserungsprozesse.

Aus den Beobachtungen des Ausschussverlaufs kann geschlossen werden, dass bei konsequenter, dauerhafter Umsetzung des Projektlernens eine deutliche Reduzierung der Fehlerquote erreicht werden kann.


Beispiel 3

Aus der vorhandenen Unternehmensstrategie eines Unternehmens, das sich auf die Herstellung von hochwertigen Dreh- und Frästeilen sowie kompletten Baugruppen spezialisiert hat, wurde eine neue Vertriebskonzeption abgeleitet. Sie ermöglichte den Aufbau einer systematischen Vertriebsarbeit, die über gewachsene Kundenbeziehungen hinausreicht und geeignet ist, neue Wachstumsquellen zu erschließen. Es wurde ein Projektteam gebildet, das diese Aufgabenlösung durch gemeinsames Projektlernen realisiert. Ziel ist es, die vorhandenen Kunden besser zu betreuen (Kundenbindung) und eine systematische Neukundengewinnung zu ermöglichen um ein nachhaltiges Wachstum zu erreichen. Die Projektaufgaben wurden unter Anwesenheit und Mitwirkung der Projektbeteiligten bearbeitet. Das Lernen hat gemeinsam im Team und mit konkreten, arbeitsnahen Inhalten stattgefunden. Feedback und Rückkopplung zu den Lernprozessen konnten immer zeit- uns tätigkeitsnah erfolgen. Andererseits haben gerade auch Konflikte, die in den Veränderungsprozessen aufgetreten sind, zu einer intensiven Auseinandersetzung mit inhaltlichen Fragestellungen geführt, wodurch die Lernprozesse intensiviert wurden. Das Projektlernen hat im Wesentlichen folgende positiven Wirkungen für die Beteiligten gezeigt:

  • Eine neue Professionalität im Umgang mit Kunden durch systematische, methodisch fundierte Vorgehensweisen
  • Einen neuen Blick auf Stärken und Schwächen des Unternehmens
  • Eine größere Bewusstheit in Bezug auf die Bedeutung des eigenen Handelns

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