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Ergebnisse der Erstdiagnose

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Stärkere Aktivierung der Mitarbeiter
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Ergebnisse der Erstdiagnose bei 124 innovativen, wachsenden KMU

Die Erstdiagnose der Hemmnisse und Treiber des Wachstums bei innovativen KMU kommt zu einem deutlichen Ergebnis: Unternehmen, deren betriebliche Entscheidungsträger angegeben haben, dass der wichtigste Wachstumsbeitrag in einem kompetenzorientierte Management bestand, zeichnen sich durch eine höhere betriebliche Leistungsfähigkeit aus. Hintergrund bildet die deutlich stärkere Aktivierung und Nutzung der Kompetenzen der Belegschaft in diesen Unternehmen. Es lohnt sich also, die in der Praxis ansatzweise bereits vorfindbaren Elemente eines kompetenzorientierten Managements systematisch weiter zu entwickeln.


Näheres zur Methode und den Teilnehmern der Erstdiagnose

Um mehr über Hemmnisse und Treiber des Unternehmenswachstums von Klein- und Mittelunternehmen (KMU) zu erfahren, wurden überdurchschnittlich innovative und wachsende KMU in einer „Erstdiagnose“ befragt.

Jeweils zwei Drittel der an der Befragung beteiligten 124 KMU lagen in der Größenklasse zwischen 20 und 150 Mitarbeitern, realisierten ein Umsatzwachstum in den Jahren 2005 bis 2007 von mehr als 10 % pro Jahr und waren überdurchschnittlich innovativ (mehrere Produkt- und Prozessinnovationen in den letzten 3 Jahren, regelmäßig Forschung und Entwicklung.)

Diese Auswahl ermöglicht es, von KMU zu lernen, für die das Wachstum eine Aufgabe ist, die viele von ihnen zumindest zeitweise auch gut gelöst haben. Da in der Auswahl auch Unternehmen eingeschlossen waren, die wenig oder kein Wachstum realisiert haben, ließen sich auch Unterschiede und Zusammenhänge zwischen wachsenden und nicht wachsenden KMU herausarbeiten. (Wachstum wurde hier gemessen als Steigerung des Umsatzes in den Jahren 2005 bis 2007.)

Die „Erstdiagnose“ wurde u.a. durch RKW-Berater in zweistündigen Expertengesprächen i.d.R. mit einem Geschäftsführer des Unternehmens durchgeführt. Sie nutzen dazu ein dreiteiliges Instrumentarium, das auch die Datengrundlage für die Auswertung liefert: Es bestand aus einem standardisierten Fragebogen zu den Bedingungen des Wachstums, einem leitfadengestütztes Interview über die Wachstumssituation und die Perspektiven der Unternehmensentwicklung sowie drittens auf einer Selbstbewertung des Managements. Letztere basierte auf einem Modell des Kompetenzorientierten Managements, das Erkenntnisse der Kompetenz- und Innovationsforschung in 114 Statements handlungsorientiert zusammenfasst.

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Wachstumsbeitrag Kompetenzorientiertes Management

Ein wichtiges Ergebnis der Erstdiagnose bestand in der Erkenntnis, dass eine kompetenzorientierte Management-Philosophie kein abstraktes Modell ist. Vielmehr stellt es eine real vorfindbare Handlungsorientierung in den befragten 124 KMU dar.

Deutlich wird das an den Angaben der Befragten, zu den Faktoren, die in ihrem Unternehmen besonders stark zum Wachstum beigetragen haben. Dabei konnten die Befragten zahlreiche Faktoren in ihrer Bedeutung nennen und gewichten.

Grafik_Wachstum

Drei Faktoren sind besonders aufgefallen (in der Abbildung markiert), weil sie nicht nur nach der subjektiven Einschätzung der betrieblichen Entscheidungsträger relevant waren. Subjektive Einschätzungen können täuschen. Es waren auch die Faktoren, die im Unterschied zu allen anderen, zugleich auch in einem statistisch hochsignifikanten Zusammenhang zur Wachstumsstärke des Unternehmens standen:Die Wachstumsbeiträge „Kompetenz der Mitarbeiter“, „überzeugende, stimmige Geschäftsstrategie“ und die „starke unternehmerische Führung“.

Diese drei Faktoren stehen darüber hinaus in einem sehr engen, wechselseitigen Zusammenhang zueinander, d.h. wer Führung als einen relevanten Wachstumsbeitrag nannte, führte gleichzeitig auch Strategie und Kompetenz der Mitarbeiter an. Kompetenzorientiertes Management ist also eine reale Handlungsorientierung, die stärker wachsende Klein- und Mittelunternehmen von nicht oder weniger stark wachsenden Unternehmen unterscheidet.


Höhere Leistungsfähigkeit von Unternehmen durch KOM

Die Befragungsergebnisse der Erstdiagnose zeigen darüber hinaus, dass die KMU, deren Vertreter kompetenzorientiertes Management als starken Wachstumsbeitrag angegeben haben, über eine bessere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit verfügen:

  • Sie weisen ein höheres Umsatzwachstum in den Jahren 2005 bis 2007 auf,
  • verfügen über eine bessere Rentabilität (Verbesserung in den letzten 3 Jahren; im Vergleich zu Wettbewerbern),
  • beklagen weniger Personalprobleme (Motivation und Leistungsbereitschaft der Belegschaft / Konflikte in der Belegschaft und in der Unternehmensführung) und
  • zeigen eine höhere Innovativität (Prozessinnovationen in den letzten 3 Jahren / Soziale Innovationen im Betrieb / weniger innerorganisatorische Probleme bei der Umsetzung von Innovationen).

Stärkere Aktivierung der Mitarbeiter in KOM-Unternehmen

Was könnte die höhere Leistungsfähigkeit von KMU erklären, die auf ein kompetenzorientiertes Management setzen? Die Ergebnisse der Erstdiagnose weisend darauf, dass ein kompetenzorientierten Managements offenbar zu einer stärkere Aktivierung der Beschäftigten führt: Denn die Entscheidungsträger aus den KMU, die sich am Kompetenzorientiertes Management orientierten, bewerteten in der Selbstbewertung ihres Unternehmens folgende Aussagen hochsignifikant stärker als andere:

  • „Die Mitarbeiter stehen hinter der Unternehmensvision und unterstützen aktiv die Unternehmensziele in ihrem Denken und Handeln.“

  • „Die Mitarbeiter zeichnen sich durch unternehmerisches Denken aus und nehmen ein hohes Maß an Eigenverantwortung tatsächlich wahr.“

  • „Das Unternehmen wird durch eine ausgeprägte Leistungs- und Erfolgsorientierung und vom Streben nach Verbesserungen geprägt.“

  • „Die Weitergabe von Wissen über die Abteilungsgrenzen hinweg funktioniert und es werden mehr Verbesserungen, die auf die Ideen der Mitarbeiter zurückgehen realisiert.“

Dies sind Aussagen, die für eine stärkere betriebliche Nutzung von Wissen und Kompetenzen der Mitarbeiter und eine höhere Lern- und Entwicklungsfähigkeit des Unternehmens sprechen.

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