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Wissenschaftliche Grundlagen des Kompetenzorientierten Managements (KOM)

Von Klaus North

 

Was ist kompetenzorientiertes Management und wie kann das Konzept das Wachstum von KMU unterstützen?

Neben den klassischen Produktionsfaktoren werden zunehmend Wissen und Kompetenz als weitere Produktionsfaktoren bezeichnet. Studien zu Wachstumshemmnissen belegen dies, indem immer weniger fehlendes Kapital als Hindernis des Wachstums angesehen wird sondern das Finden, Rekrutieren und Halten von Fachkräften sowie die Unternehmenskultur und Mitarbeitermotivation.

Es stellt sich daher die Frage: "Wie können Unternehmen durch die Entwicklung und Nutzung von Wissen und Kompetenz Wettbewerbsvorteile und dadurch nachhaltiges Wachstum erreichen?"

Der ressourcenbezogene Ansatz (Penrose 1953) geht davon aus, dass Wettbewerbsvorteile dadurch erzielt werden, dass Unternehmen anders als die Konkurrenz sind bzw. agieren. Anhaltende Differenzierungen zwischen Unternehmen entstehen durch Ressourcen, die nicht uneingeschränkt mobil oder imitierbar sind. Von Barney (1992) werden Ressourcen bezüglich ihres Potentials zur Schaffung nachhaltiger Wettbewerbsvorteile nach vier Kriterien bewertet: Wertgenerierung bei den Kunden, Seltenheit im Vergleich zu den Wettbewerbern, Imitierbarkeit und Substituierbarkeit. Die letzten beiden Kriterien werden als maßgeblich für die Erzielung nachhaltiger Wettbewerbsvorteile angesehen. Imitationshindernisse sind einerseits dadurch gegeben, dass Wissen kodifiziert, aber rechtlich geschützt ist, wie dies z. B. bei Marken oder Patenten der Fall ist, zum anderen dadurch, dass Wissen in impliziter Form vorliegt sowie durch die Tatsache, dass auch explizites Wissen an Personen bzw. Personengruppen gebunden ist. D. h. Imitationshindernisse sind direkt oder indirekt mit Wissen oder der Entwicklung von Wissen verbunden. Weiterhin werden immaterielle Vermögenswerte vermehrt zur Erklärung von nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen herangezogen. Wissen ist mehr als andere Ressourcen des Unternehmens als schwer imitierbar, substituierbar und seltene Ressource zu betrachten, die ein großes Potential zur Wertgenerierung bietet. Nach Grant (1996) ist die Existenz von Unternehmen bedingt durch die begrenzte Kapazität des menschlichen Gehirns, Wissen zu beschaffen, zu speichern und zu verarbeiten. Daraus resultiert eine individuelle Spezialisierung auf einzelne Wissensgebiete. Das Angebot komplexer Problemlösungen erfordert jedoch koordinierte Anstrengungen unterschiedlicher Spezialisten. Märkte allein können diese Aufgabe nicht erfüllen.

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