Wachstum lernen - lernend wachsen

Neue Perspektiven für klein- und mittelständische Unternehmen
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Die richtigen Rahmenbedingungen für Wachstum und Innovation schaffen

Nicht jeder Mitarbeiter kann behaupten, ideale Voraussetzungen für selbstorganisiertes und selbstgesteuertes Handeln zu haben. Daher ist das Management als Treiber zur Etablierung von Rahmenbedingungen für Selbstorganisations- und Selbststeuerungsstrategien bei den Mitarbeitern gefragt. North und Friedrich (2002) beschreiben anhand praktischer Projektergebnisse wichtige Rahmenbedingungen, die ein Unternehmen für die Etablierung von Handlungsfreiräumen schaffen muss. Selbstorganisiertes Handeln kann stattfinden, wenn die Mitglieder des betrachteten Systems sich mit Offenheit begegnen und eine Vertrauensbasis aufgebaut haben. Des Weiteren ist eine gemeinsame Vision von Bedeutung: Was wollen wir gemeinsam erreichen? Wenn eine gemeinsame Vision, Offenheit und Vertrauen existieren, muss der Führungsstil so gestaltet sein, dass Freiräume erhalten und geschaffen werden. Dies steht in engem Zusammenhang mit der Art und Weise, wie Ziele vorgegeben und kontrolliert werden.

Wurde Management by Objectives in der Vergangenheit als Errungenschaft gefeiert, den Mitarbeitern bei der Zielerreichung mehr Freiheitsgrade als beim rein deterministischen Managementprozess einzuräumen, so bedeutet jedoch eine detaillierte Zielvorgabe auch, dass Selbstorganisation nur im Rahmen dieser Ziele stattfinden kann, auch wenn es vielleicht viel sinnvoller wäre, die Ziele zu variieren, um unvorhergesehene Potenziale zu nutzen. Auf individueller Ebene muss eine Motivation für die Übernahme von Eigenverantwortung geschaffen werden. Anerkennung für das Ergebnis selbstorganisierten Handelns, für das Ergreifen von Initiativen und Anreizsysteme, die sich nicht nur an vorgegebenen Zielen orientieren, sondern auch die Innovationen und Verbesserungen honorieren, sind hier zu empfehlen.

Bestimmend dafür, ob und wie die Kompetenzen eines Mitarbeiters zum Tragen kommen, ist die Wahrnehmung der eigenen Rolle "Was will ich?, Was darf ich?, Was soll ich?". Denn je nachdem, wie die eigene Rolle im System wahrgenommen wird, werden die Handlungen gesteuert. Ob unvorhergesehene Potenziale erkannt, genutzt werden bzw. Probleme einer Lösung zugeführt werden, hängt auch mit der Interaktion unterschiedlicher Persönlichkeiten zusammen. Gerade in Zusammenarbeitsbeziehungen ist die Persönlichkeit ("die Chemie stimmt oder stimmt nicht") ausschlaggebend, ob einvernehmliche Lösungen für Probleme gefunden werden oder Initiativen ergriffen werden.

Die Transparenz "Wer weiß was?" und freie Informationsverfügbarkeit in der Organisation, so dass alle auf einem ähnlichen Informationsstand sein können, ist eine wichtige Voraussetzung für selbstorganisiertes Handeln. Handlungsspielräume werden nur genutzt, wenn es einen Konsens gibt, dass ein Ergebnis, ob es gut oder unbefriedigend ist, gemeinsam von den Beteiligten getragen wird. Vielfältige Probleme entstehen in einer Zusammenarbeitsbeziehung deswegen, weil keine Möglichkeiten zur Konsensbildung geschaffen werden, was z. B. "gute Qualität" ist oder was kompetente Beratung ausmacht.

Kurz gesagt: Eine offene Unternehmenskultur unterstützt die Nutzung, Entwicklung und Absicherung der Kompetenzen.

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